Die ersten englischen Wörter deines Kindes sind meist dieselben wie die ersten deutschen: Mama und Papa, Milch und Wasser, Ball und Hund, mehr und hoch. Kinder lernen zuerst die Wörter, die sie jeden Tag brauchen, sehen und anfassen. Genau deshalb sind das auch die besten ersten englischen Wörter.
Hier findest du eine Liste zum Start, sortiert nach Themen, dazu einfache Sätze für Frühstück, Bad und Spielplatz und kleine Spiele, mit denen die Wörter hängen bleiben. Du brauchst dafür kein perfektes Englisch, nur ein paar Minuten am Tag.
In diesem Ratgeber
Erste englische Wörter: die Liste zum Start
Fang mit wenigen Wörtern aus der Welt deines Kindes an. Diese Themen funktionieren in fast jeder Familie:
Menschen und Begrüßung
- mommy (Mama)
- daddy (Papa)
- baby (Baby)
- hello (hallo)
- bye-bye (tschüss)
Essen und Trinken
- milk (Milch)
- water (Wasser)
- apple (Apfel)
- banana (Banane)
- more (mehr)
Spielsachen und Tiere
- ball (Ball)
- car (Auto)
- book (Buch)
- dog (Hund)
- cat (Katze)
- duck (Ente)
Wörter, die etwas bewirken
- up (hoch)
- help (Hilfe)
- all done (fertig)
- again (nochmal)
Farben und Zahlen kommen etwas später dazu, wenn dein Kind die ersten Dinge benennen kann. Ein red ball ist leichter als ein rotes Irgendwas.
Warum gerade diese Wörter zuerst?
Gute erste Wörter haben drei Dinge gemeinsam. Sie kommen jeden Tag vor, dein Kind kann auf sie zeigen oder sie anfassen, und sie lohnen sich für dein Kind. More bringt die nächste Apfelscheibe, up bringt es auf deinen Arm. Ein Wort, das sofort etwas bewirkt, wird gern benutzt.
Hilfreich sind auch Wörter, die sich mit einer Geste verbinden lassen. Bei bye-bye winkt ihr, bei up streckt dein Kind die Arme hoch, bei all done zeigt ihr leere Hände. Die Geste ist oft vor dem Wort da und hilft deinem Kind, sich verständlich zu machen, bis das Wort selbst gelingt.
Abstrakte Wörter wie „gestern“ oder „bald“ haben am Anfang noch keinen Platz. Je greifbarer ein Wort ist, desto schneller verbindet dein Kind den Klang mit der Sache. Deshalb lohnt es sich, die Liste an euren Alltag anzupassen: Wenn bei euch die Katze die Hauptrolle spielt, gehört cat nach ganz oben.
Einfache englische Wörter für Kinder: so führst du sie ein
Ein neues Wort braucht drei Dinge: den Klang, die Sache und einen Moment, in dem dein Kind selbst dran ist. So kann das aussehen:
- Hören: Zeig auf den Ball und sag langsam und deutlich ball, gern zwei- oder dreimal.
- Finden: Leg Ball und Auto nebeneinander und frag Where is the ball? Dein Kind zeigt oder greift.
- Sagen: Halte den Ball hoch, lächle und warte einen Moment. Oft kommt dann ein ba!, und das ist ein großer Erfolg.
Nimm dir pro Tag lieber ein Wort richtig vor als zehn Wörter auf einmal. Und frag nicht ab wie in der Schule: Ein fröhliches Ball! von dir hilft mehr als zehnmal „Wie heißt das auf Englisch?“.
Englische Wörter lernen im Alltag
Die besten Momente für englische Wörter hast du schon: Sie stehen in eurem Tagesablauf. Wenn ein Wort jeden Tag im selben Moment kommt, wartet dein Kind bald darauf.
| Moment | Wörter | So klingt es |
|---|---|---|
| Frühstück | milk, more, all done | More milk? und am Ende All done! |
| Anziehen | shoes, hat, socks | Shoes on! vor dem Rausgehen |
| Spielplatz | ball, up, down | Up you go! auf der Leiter |
| Baden | bath, duck, water | Bath time! beim Wasser-Einlassen |
| Schlafengehen | bed, book, night | Good night! als letzte Worte |
Unterwegs bieten sich Wörter für alles an, was vorbeifährt oder vorbeiläuft: bus, bike, dog, bird. Wenn dein Kind auf etwas zeigt, nenn das Wort und freu dich mit. Du folgst damit dem Interesse deines Kindes, und genau dort bleiben Wörter am leichtesten hängen.
Deutsch bleibt dabei die Sprache, in der ihr euch unterhaltet. Das englische Wort kommt einfach dazu, wie eine kleine Zugabe. Wie ihr beide Sprachen im Familienalltag gut verteilt, steht in unserem Ratgeber Kinder zweisprachig erziehen.
Verstehen kommt vor dem Sprechen
Viele Eltern zählen die Wörter, die ihr Kind sagt, und werden unruhig, wenn die Liste kurz bleibt. Schau lieber auf das, was dein Kind versteht. Wenn es bei Where is the duck? zur Ente krabbelt, kennt es das Wort, auch wenn es noch nicht über die Lippen kommt. Kleine Fortschritte zeigen sich auch anders: Dein Kind lacht an der richtigen Stelle im Lied, schaut zur Tür, wenn du Shoes on! sagst, oder bringt dir das Buch, wenn du book sagst.
Hilfreich ist eine einfache Liste mit vier Spalten:
- Neu: diese Woche zum ersten Mal gehört
- Öfter üben: gehört, aber noch keine Reaktion
- Versteht es: zeigt, holt oder schaut hin
- Sagt es: kommt von deinem Kind zuerst
Die Spalte „Versteht es“ füllt sich fast immer zuerst und schneller. Das ist der normale Weg. Jedes Kind hat beim Sprechen sein eigenes Tempo. Wenn du dir Gedanken über die Sprachentwicklung deines Kindes machst, sprich mit eurer Kinderärztin oder eurem Kinderarzt.
Kleine Spiele für die ersten Wörter
- Wo ist …? Versteck ein Spielzeug halb unter einer Decke und frag Where is the car? Großes Hallo, wenn es auftaucht.
- Die Wunderkiste: Leg drei Dinge in eine Kiste. Hol eins nach dem anderen heraus und sag jedes Wort mit großer Geste.
- Bilderbuch-Zeigen: Zeig auf ein Bild, sag das Wort, dann zeigt dein Kind. Nach ein paar Tagen tauscht ihr: Dein Kind zeigt, du sagst.
- Lied mit Lücke: Sing ein bekanntes Lied und hör vor dem letzten Wort auf. Viele Lieder, die sich dafür eignen, stehen in unserem Artikel über englische Kinderlieder.
Heute ausprobieren
- Such dir drei Wörter aus der Liste aus, die heute ohnehin vorkommen, zum Beispiel milk, shoes und bath.
- Sag jedes Wort im passenden Moment zweimal langsam und warte dann kurz, ob dein Kind es probiert.
- Schreib abends auf, welches Wort dein Kind verstanden oder gesagt hat.
Fragen von Eltern
Welche englischen Wörter lernen Kinder zuerst?
Kinder lernen zuerst Wörter aus ihrem Alltag: Menschen wie mommy und daddy, Essen wie milk und apple, Spielsachen, Tiere und Wörter wie more oder up, die sofort etwas bewirken. Passe die Liste an das an, was dein Kind jeden Tag sieht und mag.
Wie viele neue Wörter am Tag sind sinnvoll?
Ein neues Wort am Tag reicht völlig, wenn es oft und im passenden Moment vorkommt. Wichtiger als die Menge ist die Wiederholung: dasselbe Wort beim Frühstück, im Bilderbuch und beim Spielen.
Muss ich die Wörter selbst richtig aussprechen?
Einfache Wörter wie ball oder water kannst du ohne Sorge selbst sagen. Für die Aussprache sorgen Lieder, Hörbücher und kurze Lektionen. Deine Freude am Wort zählt für dein Kind mehr als ein perfekter Akzent.
Sollen wir die Wörter mit Bildkarten üben?
Bildkarten sind eine gute Ergänzung, besonders als Spiel mit zwei Karten: Dein Kind zeigt auf die, die es hört. Am besten bleiben Wörter aber hängen, wenn dein Kind die echte Sache sieht, anfasst oder isst.
Ab wann kann ich mit englischen Wörtern anfangen?
Sobald dein Kind Wörter in seiner Umgebung wahrnimmt, also schon im ersten Lebensjahr. Besonders gut passt die Zeit, in der die ersten deutschen Wörter kommen: Dann sucht dein Kind ohnehin nach Namen für die Dinge um sich herum. Auch mit zwei oder drei Jahren ist ein Start problemlos möglich.
Fünf Minuten am Tag genügen für den Anfang. Die Lektionen von Tatako sagen jedes Wort dreimal mit einer Pause zum Nachsprechen, zeigen dann zwei Bilder zum Antippen und lassen dein Kind das Bild zuerst benennen. Danach markierst du in zwei Minuten, wie jedes Wort lief. Was Tatako sonst noch ausmacht, steht auf der Startseite.